Bauliche und konstruktive Maßnahmen des vorbeugenden Holzschutzes

Viele Holzschäden können bereits durch bauliche und konstruktive Maßnahmen verhindert werden. Vorrangig ist die richtige Wahl der Holzart, die geeignete Konstruktion und das Querschnittsverhältnis ausschlaggebend für die Dauerhaftigkeit des Holzes.


Pflanzliche Holzschädlinge entwickeln sich besonders gut in feuchtem Holz. Es sollte deshalb nur ausreichend getrocknetes Holz verarbeitet werden. Um eine Wiederbefeuchtung zu verhindern, sind folgende Grundsätze zu beachten:


- Regenwasser muß vom Holz ferngehalten werden oder schnell abgeleitet werden

- Schwitzwasserbildung (Tauwasser) muß verhindert werden.


Im folgenden möchten wir Ihnen einige konstruktive Beispiel aufzeigen, die Ihnen bei der Planung Ihres Projekts helfen können:

Übergang von Konstruktionen zum Erdboden

Bei Übergängen von Konstruktionen zum Erdboden ist ein Abstand von 30 cm einzuhalten, damit die Unterkante des Holzes vor Spritzwasser geschützt ist.

Zusätzlich ist die Unterkante so auszuführen, dass eine Tropfkante für Regenwasser vorhanden ist.


Des Weiteren ist bei Auflagern von Balken, Schwellen, Pfetten oder Pfosten auf Mauerwerk eine Sperrschicht (Dachpappe) einzubauen.

Übergang Schwelle auf Betonsockel

Ähnlich der gerade beschriebenen Holzschalung, ist auch bei Schwellen eine Abropfmöglichkeit zu schaffen.


Diese wird erreicht durch einen Überstand von mindestens 2 cm zum Unterbau. Ausserdem ist auch bei dieser Konstruktion eine Sperrschicht einzuplanen.

Horizontaler Übergang an einer Holzfassade

Horizontale Übergänge sind immer ein Risiko für Staunässe. Um dies zu vermeiden, sind konstruktive Vorgaben einzuhalten.


Durch eine abgeschrägte Fläche kann das Regenwasser ablaufen. Eine Verblendung mit Blech bietet zusätzlichen Schutz und stellt zudem eine Tropfkante dar.

Konstruktionen mit abgeschrägten Balken

Bei Balkonen, Pergolen und anderen Konstruktionen welche der Witterung ausgesetzt sind ist darauf zu achten, dass sich keine Staunässe bilden kann.


Dies wird verhindert durch das Abschrägen der horizontalen Flächen einer Konstruktion. Verbindungen bei denen die Gefahr von Feuchtigkeitsansammlungen besteht, sind zusätzlich abzudecken.

Holzfassade mit Keilspundprofil

Das Keilspundprofil verbindet konstruktiven Holzschutz mit einem dekorativem Erscheinungsbild. Regenwasser kann ungehindert abfließen, die integrierte Tropfkante fördert diesen Prozeß.


Zudem kann das Nut- und Federprofil schnell und einfach angebracht werden. Die Befestigung mittels Schrauben wird vom darüberliegenden Profil abgedeckt und ist dadurch nicht sichtbar.

Holzfassade mit Rhombusprofil

Eine im Moment sehr beliebte und moderne Fassadengestaltung ist das Rhombusprofil.


Bei dieser Konstruktionsart muß allerdings eine Folie zwischen Wand und Rhombusprofil aufgebracht werden um den Nässeschutz zu gewährleisten.